AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

§1 · Geltung

Die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind Bestandteil aller mit Bilderbrand (im Folgenden „Bilderbrand“ genannt) geschlossenen und künftig abzuschließenden Verträge über Leistungen und Lieferungen. Abweichungen von diesen Bedingungen – insbesondere die Geltung von Allgemeinen Geschäfts- bedingungen oder Einkaufsbedingungen des Auftraggebers – bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Anerkennung durch Bilderbrand.

§2 · Auftragserteilung

Die Beauftragung seitens des Auftraggebers erfolgt immer schriftlich zur Vermeidung von Übermittlungsfehlern und Missverständnissen, die generell zu Lasten des Auftraggebers gehen. Ein Vertrag kommt durch die schriftliche Auftragsbestätigung oder durch die Bereitstellung einer Serviceleistung von Seiten Bilderbrand zustande.

§3 · Kosten

3.1. Der vertraglich vereinbarte Preis umfasst alle Herstellungskosten samt Masterkopie. Zudem sind im Preis die Nutzungsrechte, wie sie im Abschnitt 7.2. genannt werden, enthalten.
3.2. Werden die notwendigen Informationen oder Materialien von Seiten des Auftraggebers nicht im vereinbarten Zeitrahmen geliefert oder werden die Anforderungen nachträglich erhöht (zum Beispiel durch zusätzlichen Inhalt oder Funktionalität), wird der Mehraufwand zusätzlich in Rechnung gestellt.
3.3. Bei Korrekturen, die nach Abschluss der Rohschnittphase auf Wunsch des Auftraggebers erfolgen, hat dieser die Kosten für den zusätzlich anfallenden Aufwand zu tragen.
3.4. Die Auswahl der Schauspieler, Sprecher und anderer Mitwirkender geschieht in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Wünscht der Auftraggeber den Einsatz bestimmter Schauspieler oder Sprecher, so trägt er die eventuell anfallenden Mehrkosten, die durch Honorarforderungen entstehen, die über dem von Bilderbrand üblicherweise gezahlten Honorar liegen.
3.5. Kommt eine Änderung des Auftrags auf Vorschlag von Bilderbrand zustande, die zu Mehrkosten führt, so muss der Auftraggeber diese Änderungen und Zusatzkosten ausdrücklich genehmigen.
3.6. Zusätzliche Drehzeit, die nicht durch Verschulden von Bilderbrand anfällt (z.B. durch wetter- und naturbedingte Verzögerungen), wird in Rechnung gestellt. Diese Mehrkosten müssen von Bilderbrand gesondert ausgewiesen werden.
3.7. Wird ein Drehtermin weniger als vierzehn Tage vor dem vereinbarten Termin durch den Auftraggeber verschoben, hat Bilderbrand Anspruch auf die Vergütung der durch diese Verschiebung entstandenen Mehrkosten.
3.8. Wird für eine Absprache bzw. ein Konzept/Drehbuch ein gesonderter Vertrag abgeschlossen, so fällt der dafür vereinbarte Preis auch dann an, wenn sich der Auftraggeber entschließt, diese Vorlage nicht verfilmen zu lassen.
3.9. Tritt der Auftraggeber ohne Verschulden von Bilderbrand vom vereinbarten Vertrag zurück, so gilt § 649 BGB.

§4 · Filmproduktion

4.1. Der Film wird auf der Grundlage eines vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Konzepts/Drehbuchs oder eines angepassten standardisierten Drehbuchs oder einer individuell mit dem Auftraggeber erarbeiteten Absprache bzw. individuell erarbeiteten Konzepts/Drehbuchs erstellt. Nach der Annahme eines schriftlichen Auftrags bzw. nach einer schriftlich bestätigten Produktionsvorbesprechung beginnt die Herstellung des Films.
4.2. Der Film wird in einer Qualität hergestellt, wie sie Bilderbrand anhand von Musterrollen (Showreels) vorweisen kann.
4.3. Die ausschließliche Verantwortung für die technische und inhaltliche Gestaltung des Films liegt bei Bilderbrand. Für die sachliche Richtigkeit des Filminhalts sowie die rechtliche Zulässigkeit zeichnet der Auftraggeber verantwortlich.
4.4. Änderungswünsche, die der Auftraggeber nach Erteilung des Auftrags, aber vor Produktionsbeginn geltend macht, müssen von Bilderbrand grundsätzlich berücksichtigt werden. Über eventuelle aus diesen Änderungen resultierende Preisänderungen muss der Auftraggeber informiert werden. Bei Änderungswünschen, die die bis dahin getroffene Absprachen so stark verändern, dass Bilderbrand die Verantwortung dafür nicht übernehmen kann, berechtigen Bilderbrand zur Ablehnung. In diesem Fall steht Bilderbrand ein gesondertes Kündigungsrecht zu und die bis dahin entstandenen Kosten sind vom Auftraggeber zu übernehmen.
4.5. Der Auftraggeber versichert, dass er über die zur weiteren Bearbeitung erforderlichen Rechte für von ihm überlassenes Produktionsmaterial verfügt und diese an Bilderbrand überträgt.
4.6. Bilderbrand haftet bei Verlust oder Beschädigung überlassenen Materials, jedoch nur im Rahmen einer Ersatzlieferung des verlorenen oder beschädigten Rohmaterials. Für den Verlust von Daten und Programmen auf diesem Material übernimmt Bilderbrand keine Haftung, da es in der Verantwortung des Auftraggebers liegt, Datensicherungen durchzuführen.
4.7. Wünscht der Auftraggeber die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere bestimmter Musiktitel, so garantiert er, dass er über sämtliche Rechte, die zur Nutzung dieses Werkes erforderlich sind, verfügt und er insbesondere die entsprechenden Rechte bei der zuständigen Verwertungsgesellschaft (z.B. der GEMA) und/oder dem Urheber eingeholt hat.
4.8. Kommt es durch Aufnahmen, die der Auftraggeber in Fremdbetrieben veranlasst hat, zu Betriebsstörungen, so übernimmt Bilderbrand hierfür keine Haftung.
4.9. Bis zur Abnahme des Films liegt das Risiko für Verlust, Beschädigung oder grob fahrlässig verursachte Mängel bei Bilderbrand.

§5 · Abnahme

5.1. Bilderbrand übergibt den Film dem Auftraggeber unmittelbar nach der Fertigstellung entweder als DVD oder er steht dem Auftraggeber dann zum Download bereit. Der Auftraggeber muss innerhalb von 10 Tagen nach Übergabe bzw. Bereitstellungserklärung schriftlich Beanstandungen erheben oder die Abnahme des Films bestätigen. Spätere Beanstandungen werden nicht berücksichtigt. Erfolgt in diesem Zeitraum keine Erklärung, gilt der Film als abgenommen.
5.2. Der Auftraggeber ist zur Abnahme verpflichtet, sofern der Film der festgelegten Absprache bzw. dem Konzept/Drehbuch und dem gängigen Qualitätsstandard entspricht. Auch sofern der Film von den getroffenen Absprachen bzw. dem Konzept/Drehbuch abweicht, diese Abweichungen jedoch auf Wunsch des Auftraggebers eingearbeitet wurden, ist der Auftraggeber zur Abnahme verpflichtet. Geschmacksretouren sind grundsätzlich ausgeschlossen.

§6 · Zahlungsbedingungen

6.1. Bei Standardproduktionen ist die erste Hälfte des Rechnungsbetrags nach dem ersten Vorschnitt, die zweite Hälfte 10 Tage nach Zusendung der Masterkopie fällig. Für individuelle Produktionen werden die Zahlungsbedingungen gesondert festgelegt.
6.2. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum beim Auftraggeber fällig. Geht der Rechnungsbetrag innerhalb dieser Zeit nicht auf dem Konto von Bilderbrand ein, so ist der Auftraggeber mit der Zahlung in Verzug. Zur Feststellung des Verzugs bedarf es keiner Mahnung oder Fristsetzung durch Bilderbrand.
6.3. Im Falle, dass der Auftraggeber mit der Zahlung im Verzug ist oder sofern ausdrücklich Stundung vereinbart worden ist, trägt der Auftraggeber Zinsen in der Höhe, wie sie Bilderbrand von ihrer Hausbank als Überziehungszinsen berechnet werden (einschließlich etwaiger Bearbeitungskosten). 6.4. Vorschläge des Auftraggebers oder eine sonstige Mitarbeit haben keinen Einfluss auf die Höhe der Vergütung. Sie begründen kein Miturheberrecht, es sei denn, dies ist ausdrücklich vereinbart worden.

§7 · Urheberrecht und Nutzungsrechte

7.1. Das Eigentum an allen während der Filmproduktion entstandenen Rohmaterialien und daraus resultierenden Zwischenprodukten sowie schriftlich festgelegten Absprachen/Konzepten/Drehbüchern verbleibt bei Bilderbrand.
7.2. Der Auftraggeber erhält die ausschließlichen Nutzungsrechte gemäß des vereinbarten zeitlichen und räumlichen Umfangs. Ohne gesonderte Vereinbarung wird dem Auftraggeber das Recht zur Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung sowie Sendung des Films eingeräumt. Der Auftraggeber ist insbesondere berechtigt, beliebig viele Kopien des produzierten Films für eigene Zwecke herzustellen. Zudem ist der Auftraggeber befugt, sein Nutzungsrecht im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen ganz oder teilweise an Dritte zu übertragen oder ausüben zu lassen. Die Nutzungsrechte gehen erst nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten Preises auf den Auftraggeber über. Das Recht zur Bearbeitung des Films wird dem Auftraggeber ausdrücklich nicht eingeräumt.
7.3. Bilderbrand erhält vom Auftraggeber das zeitlich und räumlich uneingeschränkte Recht, die von ihr angefertigten Filminhalte für den unmittelbar eigenen Bedarf (z.B. für Präsentationen vor Kunden, auf Messen und Firmenveranstaltungen oder für das eigene Werbeangebot) unentgeltlich nutzen zu dürfen (vorbehaltlich ausdrücklich abweichender Vereinbarungen). Dies gilt jedoch erst, wenn dem Auftragnehmer der Film zur eigenen Nutzung vorliegt.

§8 · Herausgabe von Daten

8.1. Bilderbrand ist nicht verpflichtet, Dateien und Daten herauszugeben. Wünscht der Kunde, dass Bilderbrand ihm Dateien und Daten zur Verfügung stellt, ist dies schriftlich zu vereinbaren und gesondert zu vergüten.
8.2. Hat Bilderbrand dem Auftraggeber Dateien und Daten zur Verfügung gestellt, dürfen diese nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch MARIDABO verändert werden. Die Dateien und Daten dürfen nur für eigene Zwecke genutzt werden. Die hinsichtlich des Films eingeräumten Nutzungsrechte wie Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung gelten für Dateien und Daten nicht.

§9 · Haftung

9.1. Mit der Abnahme des Werkes bzw. der Arbeitsergebnisse
übernimmt der Kunde die Verantwortung für die Richtigkeit von
Text und Bild.
9.2. Schadensersatzansprüche des Auftraggebers, gleich aus welchem Rechtsgrund, sowie Ansprüche auf Ersatz vergeblicher Aufwendungen sind vorbehaltlich der nachfolgenden Regelungen ausgeschlossen.
Bilderbrand haftet insbesondere nicht für die wettbewerbs- und markenrechtliche Zulässigkeit und Eintragungsfähigkeit seiner Entwürfe und sonstigen Designarbeiten und Arbeitsergebnisse. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Schädigung anderer Rechtsgüter. Der Schadensersatzanspruch für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den bezahlten Preis, soweit
nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt oder wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit gehaftet wird.

§10 · Gestaltungsfreiheit und Vorlagen

10.1. Im Rahmen des Auftrags besteht für Bilderbrand Gestaltungsfreiheit. Wünscht der Kunde während oder nach der Produktion Änderungen, so hat er die Mehrkosten zu tragen.
10.2. Soweit nicht anders schriftlich vereinbart, hat der Kunde während der Rohschnittphase das Recht, zwei Mal eine Korrektur des Rohschnitts zu fordern. Für jede weitere Korrektur am Rohschnitt hat der Kunde die Kosten für den zusätzlichen Aufwand zu tragen.